Über Lamakoppeln zum Rittener Horn

Ein echter Innsbrucker Klassiker: Früh in der Bikesaison, immer noch etwas Schnee in der Höhe aber Traumwetter. Klarer Fall: „Pack ei des Glump und augehts nach Bozen!“ Da hat der Fred, unser Kanadier, zwar kein Wort verstanden aber er ist dabei. Immer ein (übertrieben) motivierten Mitstreiter. Da fehlt es an nichts für einen bilderbuch Tourentag in Südtirol. Heutiges Ziel: Das Rittner Horn.

Für maximale Performance auf der Tour benötigt der Herr Bussieres natürlich einen Espresso vor dem Start

Mit geladenen Energiespeichern betreten wir erstmal die Gondel. Unnötige Teerhöhenmeter braucht man ja nicht unbedingt machen. Es gibt hier keine Fleißpunkte. Stattdessen noch kurz auf der Karte orientiert und dann gehts auch schon los, Startpunkt Oberbozen.

Immer wieder ein mega Anblick! Die Weinberge von Bozen.

 

Kultige Lamas am Start

 

Am Gondelaustieg stehn bereits einige Lamas zu für die Touristen. Später treffen wir noch auf ganze Horden von den witzigen Tieren, wie sie friedlich grasen, wiederkäuen oder entspannt im Gras liegen. Der Kaserhof hat es sich zum Ziel gesetzt, der Hof mit den coolsten Tieren zu sein. Und das mit Erfolg. Glückwunsch! (Es gibt auch Alpakas)

Doch jetzt ist leider Schluss mit lustig erstmal. Fred hat entschieden, dass das Tempo jetzt langsam raufgeschraubt wird. Puh! Das E- Bike Pärchen, das die Tour schon an der Talstation der Rittner Seilbahn beendet, lassen wir fassungslos stehen und wählen den steilen Forstweg Richtung Gipfel. Vielleicht hat Fred ja auch einen E- Motor eingebaut, ich bin mir da nicht ganz sicher…

-2 Vor dem Gipfel wird noch kurz gegönnt, an guaaaden!

 

Der Schlussspurt auf das Rittner Horn führt durch doch noch recht viel Schnee

 

Nach etwas Schnee am Gipfel nimmt der Trail immer mehr Fahrt auf. Ganz untypisch für die Gegend, die sonst eher mit „Rockgarden von Oben bis Unten“ glänzt.

 

Am Ende des Trails treffen wir noch auf eine Stelle, wo der Weg über eine schmale Spur durch das hohe, frische Gras läuft. Auf der anderen Seite eine Burg im Sichtfeld. Magisch!

Auf den letzten Metern biegt der Trail dann in einen Hohlweg. Wir genießen einige Driftkurven und zirkeln, mit einem breiten Grinser im Gesicht Richtung Eisacktal. Doch nach der letzten Kurve stehn wir auf einmal vor einer kleinen Hütte, die an der Rand des Hohlwegs gebaut ist. Der Kühlschrank ist schnell gesichtet. Ein 14 jähriger Bua fragt uns ob wir ein Bier wollen. Moment was läuft hier? Egal ja klar wollen wir ein Bier und wir greifen schon nach den Münzen. Weißbier sei leider nicht kalt hören wir wieder… Doch der Junge lehnt die Bezahlung ab! Was wir dachten sei eine kleine Kneipe ist tatsächlich ein Baumhaus von den Jungs, werden wir aufgeklärt. GEIL!

Strom, Sound, Bier, Playboyplakate. Alles brav eingerichtet. Ob sie auch ab und zu eine Party machen fragen wir noch. „Jedes Wochenende!“ grinsen sie uns an.

 

Die Stange für die nackten Gogo Girls darf natürlich nicht fehlen

 

Am Ende dreh ich noch eine Runde mit dem Trial Bike und schnupper mal bisl rein in den Lifestyle der Südtiroler Jugend^^

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Nach einem mächtig guten Abendessen in Bozen- Knödeltris mit Karottenknödl- machen wir Abpfiff nach Hause und blicken auf eine weitere coole Tour. Servus bis zum nächsten Mal!

Markus Tonak

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