Fotosafari am Reschensee

 „Hey Markus! Hast du Bock nächste Woche 5 Tage an den Reschensee zu fahrn für eine Fotostory? Ist alles schon organisiert. Brauchst bloß noch mit fahrn…“

Eher die Art von Nachricht, die man gern liest. Ob ich dabei bin? Aber hallo!

Die Truppe:             Andi Valentin aka Airtime Andi

                               Klaus Listl aka „The Freezing Motions“, der Mann hinter der Linse

                               Christian Grassmann, aka 29er Rakete^^

                               Christoph Waldhör, braucht keinen Spitznamen

                               Meine Wenigkeit

Alle Zutaten für eine überragende Woche liegen bereit: Bomben Wetterbericht, eine traumhafte Urlaubsregion mit guten Prise Trails und um alles abzurunden eine motivierte Mannschaft voller goodvibes!!

 

Tag 1: Scouten

Treffpunkt ist die Schönebenbahn am Westufer des Sees. Letzte Woche noch zum Endurorennen vor Ort, jetzt in gemeinsamer Fotomission für den Tourismusverband Nauders und Co. An der Stelle auch gleich nochmal besten Dank für die Unterkunft im Haus Arina.  Wir hätten es uns nicht besser Vorstellen können! Übertrieben sauber, mit eigener Küche und riesigem Garten samt Brotzeittisch für die Mittagspause. Der Traum! Das können wir mit besten Gewissen weiterempfehlen!

Am ersten Tag wollen wir erstmal vertraut mit der Umgebung werden und sie uns aus fototechnischer Sicht mal genauer anschauen. „Aber gib bisl Obacht,  für n Klaus is es erst der zweite Tag am bike.“ Meint der Andi am Rande. „Whaat?“ ok bin ja mal gespannt. Als wir dann in den Trail stechen muss ich mich dann doch wundern. Für den zweiten Tag auf einem Trail läufts aber ganz ordentlich! Learning by doing in ganzer Pracht!

Die zweite Abfahrt rüber zur Haideralm zaubert uns schon wieder ein Grinsen ins Gesicht. Schon genial wie der Trail da am Hang dahinfließt. Staubexplosionen in den Anliegern, Achterbahnfahrt über sanften Waldboden und Gerumpel über Wurzelteppiche. Alles dabei!

Irgendwann dann meldet sich allerdings (logischerweise) mal der Klaus zu Wort. Seine Faszination zum Trailfahrn weicht allmählich einem nicht ganz so tollen Gefühl. Schmerzen und Erschöpfung! Dementsprechend hat er sich natürlich auch noch über die Rückfahrt zur Schönebenbahn gefreut. Besonders als wir im ständigen Auf und Ab, hoch über dem See stehen und unten am Ufer ein viel entspannter Radweg sichtbar wir. Ups den kannte ich leider nicht…sooorry Klaus!

dsc00359-2 Dafür gabs am Abend umso bessere Burger als Nervennahrung^^

Tag 2: Plamort, ein geschichtsträchtiger Ort voller Ponys

Für den zweiten Tag hat Klaus eine klare Vorstellung. Er will den Bunkertrail shooten. Der Klassiker am Reschensee von der Bergstation der Bergkastelbahn bis nach Reschen.

Früh Aufstehen wurde mal wieder mit herrlichen Blicken belohnt

Sicherlich auch kein Motivmangel am heutigen Tag: Zuerst radelt man über ein malerisches Hochmoor, genannt Plamort, Richtung Italien. Plamort ist retisch und heißt Totenboden, ein makaberer Name für die bildschöne Landschaft in der heute Pferde grasen. Einst bereitete man sich hier auf eine Invasion der Nazis vor . Zu dem Zwecke wurde auch eine massive Panzersperre und einige Bunker errichtet, die man heute noch bestaunen kann.

www.klauslistl.comLass dich drücken Kollege!    // Foto:  www.klauslistl.com

www.klauslistl.comManche brauchen beim Manual fahren die Zunge um sich richtig auszutarieren// Foto: www.klauslistl.com

Später kommen wir noch an einem Bunker vorbei, andem man ganz nett droppen kann. Ideal um ein paar Bewegungen einzufrieren! Der anschließende Trail zum See macht uns auch richtig Spaß!

www.klauslistl.comStilsicher im Manual // Foto: www.klauslistl.com

Mit einigen Shots im Kasten steuern wir völlig zufrieden zurück zur Ferienwohnung. Für heute Fotomission accomplished.

Am Abend trifft noch ein weiterer Freund vom Andi ein. Ein spaßiger Zeitgenosse mit Dauergrinsen ebenso zu 100 % motiviert! Die Vorfreude auf die kommenden Tage steigt nochmal!

Tag 3: Haideralmtrail und Bergsee Idylle

In ganzer Gruppenstärke machen wir uns am nächsten Morgen also gleich auf den Weg zur Haideralm. An der Bergstation sieht man schon den fast fertiggestellten Parkours für das bevorstehende Nine Knights event! Die Reschensee Region gibt derzeit richtig Gas für die Biker, top!

Unser nächstes Ziel die Reschenalm. Hier startet der 3 Länder Trail. Und es wurde nicht zu viel versprochen. Über Weidelandschaften wie aus dem Heidiland geht es auf einem extraflowigen Trail Richtung Grünsee.

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsPicture by Klaus Listl – Freezing Motions

Kurz vor dem See nochmal ein Highlight: Hier wurde der Trail für das Endurorennen neu angelegt und er ist einfach saugut geworden! Airtime, perfekt geshapte Anlieger und zum Abschluss eine kleine Steilkurve aus Holz. So wird man dann am Grünsee ausgespuckt. Wow ein echtes Naturjuwel!

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsDer Grünsee- einfach malerisch // Picture by Klaus Listl – Freezing Motions

Über Wurzelteppiche geht es vorbei am Schwarzsee, dem wir auch noch einen Besuch abstatten. Und das zurecht-  genauso schön hier! Beim Rückweg ins Tal kommt man am Mutzkopf vorbei. Hier kann man sich aussuchen welchen Trail man ins Tal nimmt. Ein wahres Schlaraffenland für Biker!

Nach einem vollen Tag shooting genau richtig: Sonne tanken am Schwarzsee

 

Tag 4: Gönner Modus: AN

„Guten Morgen! Wisst ihr was wir heute mal machen?! Wir gehen biken!“

Und zwar zum Morgen shooting an den Mutzkopf. Der Gerry Trail hat es uns angetan und wir machen unsere Sessions an staubigen  Kurven und Pfützengaps. Wieder ein paar shots im Kasten. Guad laffts!

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsPicture by Klaus Listl – Freezing Motions

Den Rest des Tages lassen wir eher mal gemütlich ausklingen. Klaus macht sich schon an die Arbeit mit den Bildern, während wir uns nocheinmal den 3 Länder Trail gönnen! Ganze Trails am Stück zu fahrn muss halt schon auch mal sein, wär doch gelacht!

Tag 5- Grande Finale auf dem Piz Lat

Für den letzten Tag unseres Fototrips haben wir uns nochmal ein besonderes Schmankerl einfallen lassen. Griabig aufstehn um 3:45 um zum Sonnenaufgang auf 2808 Metern zu stehen. Königliche Aussicht auf den Reschensee inklusive versteht sich. So der Plan! Ein weiterer Kumpel aus Innsbruck (Christoph) will sich das nicht entgehen lassen und möchte sich gern Anschließen. Kein Problem natürlich! Wer so früh aufsteht darf alles!

Und genauso wurde es auch gemacht. Autoshuttel bis zur Reschenalm. Hier mal sehr praktisch! Ab hier mit Stirnlampen und einer anderen Gruppe von early birds Richtung Piz Lat. Der Weg ist super zum schieben/tragen geeignet und so liegen wir gut im Zeitplan! Die blaue Stunde vor dem Sonnenaufgang lässt schon gutes für später verheißen. Kaum eine Wolke am Himmel, wie kurzzeitig befürchtet. Ein Wetterumbruch war für Mittag angesagt.  Davon jetzt aber noch keine Spur.

20 Minuten vor Sonnenaufgang stehen wir am Gipfelkreuz. Unter uns der Reschensee, eingebettet in die Berglandschaft wie ein Ölgemälde von Van Gogh. Ohne Worte!

Nachdem wir die Gruppe Schweizer freundlichst vom Gipfelkreuz „weg gebeten“ haben (wir hatten fast ein schlechtes Gewissen) konnte Klaus sich voll und ganz seiner Arbeit widmen.

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsDie Gipfelstürmer //Picture by Klaus Listl – Freezing Motions

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsMorgensonne: Wie gut bist du denn??!! //Picture by Klaus Listl – Freezing Motions

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsWer ein gutes Bild liebt, der schiebt. Und schiebt… // Picture by Klaus Listl – Freezing Motions

Picture by Klaus Listl - Freezing MotionsPicture by Klaus Listl – Freezing Motions

Auf einmal ein Seitenruf: Ob wir Kaffee wollen?!  Und achja nehmt doch diese Tafel Lindtschokolade. Eine Schweizerin erklärt uns kurz darauf, dass sie in der Schokoladenfabrik arbeitet…Schweizer Klischee zu 100 % erfüllt, danke! Nach einem ausführlich Fotoshooting  folgt noch der obligatorische Gipfelbucheintrag und wir sind fertig! Körperlich auch langsam und wir machen uns zurück auf den Weg zum wohlverdienten Frühstück an der Reschenalm.

Hier erleben wir was es heißt nach einer großen Tour  ein Weißbier auf komplett nüchternen Magen zu trinken. Sagen wir es so: der Wirkungsgrad ist phänomenal! Genauso allerdings wir die Gröstl die wir uns als Abschlussessen hier noch einverleiben!

Mhh- das war alles ganz nach unserem Geschmack. Eine Ode auf den Reschensee! Wir haben uns sicherlich nicht zum letzten mal gesehn!

Danke Klaus für die ganze Mühe, die gewaltigen Bilder und eine super Zusammenarbeit!!

Markus Tonak

Hier kann man sich die Bilder vom Klaus mal näher zu Gemüte führen:

www.klauslistl.com

 

 

Übernachtung

Apart-Pension Haus Arina

Robert und Gisela Baldauf

Dr.-Tschiggfrey-Str. 392

6543 Nauders

 

Tel. 0043 5473 87765

Mobil 0043 650 8776501

Fax 0043 810 9554 165957

baldauf@arina.at

 

 

 

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